Kontakt

Leitender Arzt
Prof. Dr. med. Michael Rünzi
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| Telefax | 0201 4089-2229 |
m.ruenzi[at]kliniken-essen-sued.de
Zentrum für Endoskopie und Sonographie

Diagnostische und therapeutische Sicherheit
Die Endoskopie ist ein optisches Untersuchungsverfahren, bei dem Organe und Körperhöhlen mit einem Endoskop gespiegelt, das heißt optisch sichtbar gemacht, werden. Sie ist eine sehr genaue Untersuchungsmöglichkeit, weil wir gleichzeitig und schmerzfrei bei Bedarf Gewebeproben zur weiteren Analyse entnehmen können. Außerdem können wir mit dem Endoskop interventionelle Eingriffe durchführen. Über einen Arbeitskanal kann einerseits Flüssigkeit abgesaugt werden, andererseits können verschiedene Instrumente eingebracht werden. Es können zum Beispiel mit dem Endoskop Blutungen aus dem Magen-Darmtrakt gestillt oder Polypen (Karzinom-Vorstufen) abgetragen werden.
Über den gleichen Arbeitskanal können wir Biopsiezangen für Gewebsproben, Fasszangen zur Entfernung von Fremdkörpern, Injektionsnadeln und Metall-Clips zur Blutstillung oder Ballons zur Dehnung von Engstellen oder Entfernung von Gallen- und Pankreasgangssteinen schmerzfrei einführen. Auch wird bei uns im Zentrum für Endkoskopie die Drainage von Gallenflüssigkeit über spezielle Kathetersysteme im besonderen Fall durchgeführt. Das kann z.B. nötig sein, wenn Hohlorgane durch Tumore verlegt sind und der Abfluss von Gallenflüssigkeit behindert wird. Durch einen solchen Eingriff kann eine Operation vermieden werden.
Ein weiteres Verfahren zur Diagnostik und Therapie ist die Sonographie, die wir an den Bauchorganen einschließlich der Nieren sowie der Schilddrüse durchführen, sowie die Kontrastmittel (KM)-Sonographie der Leber. Wir sind als Ausbildungszentrum der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) anerkannt. Auch unter Ultraschallführung können gezielt Gewebeproben aus Organen bzw. Körperhöhlen zur Diagnostik gewonnen werden (Feinnadelbiopsie).
Das Zentrum für Endoskopie und Sonographie ist der Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen zugeordnet und steht unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Rünzi und des Fachpflegers Frank Schaulies.
Unsere apparative Ausstattung
Das Zentrum für Endoskopie ist eines von fünf Olympus-Ausbildungszentren für endoskopischen Ultraschall (EUS) in Deutschland. Bei uns werden hochwertige Video-Endoskope neuester Bauart der Firma Olympus eingesetzt. Sämtliche bildliche Darstellungen von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm und Dickdarm sowie Mastdarm können mit den hochauflösenden Endoskopen vorgenommen werden. Mittels der auf dem Fernsehmarkt bekannten HDTV-Technik werden detaillierte Bilder aus dem Körperinneren auf einen Monitor projiziert. Die Endoskope der neuen Generation, die unsere Klinik mit großer Erfahrung einsetzt, können feinste Kapillargefäße und zarteste Schleimhautstrukturen mit lebensechter Klarheit darstellen und damit selbst kleinste Veränderungen im Magen- und Darmtrakt erfassen. Diese Endoskope haben zudem einen extremen Nahfokus. Zur Eingrenzung und Klärung zahlreicher unklarer Befunde steht uns zusätzlich das Verfahren der intraduktalen Ultraschalluntersuchung (IDUS) zur Verfügung. Bei diesem endoskopischen Ultraschall werden über den Arbeitskanal des Endoskops hochauflösende Minisonden eingeführt.
In Verbindung mit einer speziellen Färbetechnik, die zum Bespiel die optischen Kontraste von kleinen Gefäßen und normalem Gewebe erhöht, können wir bösartige Veränderungen im Verdauungstrakt noch früher als zuvor diagnostizieren. Vielfach noch können flache oder eingesenkte Läsionen nur mit einer aufwändigen und manuellen Färbetechnik sichtbar gemacht werden. Die bei uns eingesetzte neue NBI-Technik (Narrow Band Imaging-Technik) ist dagegen auf Knopfdruck zuschaltbar und kann jederzeit bei verdächtigen Befunden eingesetzt werden. Vor allem bei der Gewebeentnahme erzielen wir in Verbindung mit dieser speziellen Färbetechnik eine enorme Genauigkeit und Qualitätssteigerung.
In der Sonographie setzen wir neben den klassischen Ultraschallgeräten bei besonderen Fragestellungen hochauflösende Schallgeräte einschließlich der Duplex-Sonographie ein. Die Duplex-Sonographie dient vor allem der Beurteilung der Blutgefäße, gleichzeitig lässt sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes messen. Dabei können Einengungen (Stenosen) erkannt und deren Ausmaß genau beurteilt werden. Die Kontrastmittel (KM)-Sonographie dient vor allem der genaueren Beurteilung von Läsionen in der Leber sowie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der Milz und Nieren.
Hinweis: Für Interventionen bei akuten Notfällen (Blutungen, Gallensteine etc.) ist ein endoskopischer 24-Stunden-Rufdienst eingerichtet.
Endoskopie – Diagnostik und Therapie
Im Zentrum für Endoskopie und Sonographie werden ca. 4.500 endoskopische Untersuchungen jährlich durchgeführt. Hierzu zählen folgende Untersuchungen:
Magenspiegelung (Magen, Speiseröhre und Zwölffingerdarm)
Ein Großteil der Endoskopien sind sogenannte Magenspiegelungen. Neben den rein diagnostischen Untersuchungen nehmen wir auch spezielle interventionelle Eingriffe vor. Hierzu gehören das Aufdehnen der Speiseröhre bei Verengungen (Bougieren, Dilatation), das Abbinden von Speiseröhrenkrampfadern mit verschiedenen Techniken (Ösophagusvarizen-Behandlung), die endoskopische Schleimhautentfernung (Mucosektomie) zur Abtragung von krebsverdächtigen Schleimhautbezirken sowie die Notfallbehandlung bei akuten Blutungen oder nach Verschlucken von gesundheitsschädlichen Flüssigkeiten oder Fremdkörpern (Bergung).
Dickdarmspiegelung (Dickdarm, Mastdarm und ggf. unterster Dünndarm)
Zahlreiche Endoskopien, die wir in unserer Klinik durchführen, dienen der Untersuchung von Mast- und Dickdarm. Wir nehmen rein diagnostische Untersuchungen und therapeutische Eingriffe vor. Im Vordergrund stehen die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) und die Abtragung von Polypen mit verschiedenen Techniken zur Krebsvorsorge (Deutsche Krebsgesellschaft/Felix Burda-Stiftung) und zur frühzeitigen Behandlung bei kleinsten Veränderungen (Mucosektomie).
Enddarmspiegelung (Prokto-Rektoskopie, z.B. bei Hämorrhoiden)
Insbesondere die Verödung von Hämorrhoiden mittels der schonenden Gummibandligatur ist ein Routineeingriff. Eventuell akute Blutungen können notfallmäßig behandelt werden.
Spiegelung der Gallen- und Pankreasgänge (ERCP)
Die ECRP-Untersuchung dient der Darstellung von Gallengängen, der Gallenblase und des Bauchspeicheldrüsengang-Systems. Mit ihrer Hilfe können wir Veränderungen an den Gallenwegen und dem Bauchspeicheldrüsengang röntgenologisch darstellen. Gleichzeitig können eingeklemmte Steine in den Gängen entfernt sowie Verengungen der Gänge mit Hilfe von Kunststoffprothesen (sogenannte Stents) überbrückt und geweitet werden.
Bronchoskopie (Spiegelung der Luftröhre und Bronchien)
Die Bronchoskopie dient der Untersuchung der Luftröhre und der bronchialen Nebenäste.
Endosongraphie (Endoskopischer Ultraschall)
Die Endosonographie dient insbesondere der Beurteilung von Tumoren und deren Früherkennung am oberen Verdauungstrakt. Sie ist bei uns mit besonderer Expertise etabliert. Eingesetzt wird dieser endoskopische Ultraschall im Bereich zahlreicher Organregionen wie Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge, aber auch bei Tumoren. Wir sind auf diesem Gebiet eines von fünf Ausbildungszentren in Deutschland für ärztliche Kollegen.
Kapsel-Endoskopie
Das moderne Verfahren der Kapsel-Endoskopie für die Beurteilung von speziellen
Dünndarmerkrankungen (Diagnostik von Blutungsquellen, Morbus Crohn, Polypen etc.) wird im Verbund mit der Medizinischen Universitätsklinik (Direktor: Prof. Dr. med. W. E. Schmidt) , St. Josef Hospital Bochum, angeboten.
Sämtliche endoskopische Untersuchungen werden bei Bedarf und auf Wunsch unter Schlafnarkose angeboten und sind dadurch für den Patienten schmerzfrei.
Bitte beachten Sie:
- Für alle Untersuchungen am oberen Verdauungstrakt ist der Nüchternzustand Voraussetzung.
- Für die Untersuchung des Dickdarmes sind vorhergegangene Abführmaßnahmen notwendig, um insbesondere kleinste Veränderungen (Polypen) besser darstellen zu können.
- Die Untersuchung des Enddarmes z.B. zur Behandlung von Hämorrhoiden bedarf zur Vorbereitung lediglich eines kleinen Klistiers.
Sonographie – Diagnostik und Therapie
Abdomen-Sonographie
Mittels der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauches (Abdomen) können wir die anatomischen Veränderungen von Organen im Bauchraum einschließlich der Nieren und der Prostata erkennen und beurteilen. So sind insbesondere Hinweise auf Entzündungen und Tumoren der einzelnen Organe darzustellen. Ferner sind Veränderungen von Lymphknoten und Blutgefäßen bzw. das Auftreten von Bauchwasser und Lungenwasser (im Rippenfell) darstellbar.
Bitte beachten Sie: Für diese Untersuchung ist idealerweise ein nüchterner Zustand erforderlich. Bei Neigung zu Blähbauch mit Gasansammlung im Verdauungstrakt (Meteorismus) ist die Aussage der Sonographie in Folge der schlechten Schalleitung in Luft eingeschränkt.
Diese Untersuchung wird ausschließlich mit hochauflösendem Ultraschall einschließlich Fotodokumentation angeboten.
Schilddrüsensonographie
Die Schilddrüsen-Sonographie ist eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Mit ihrer Hilfe können wir zum einen die Größe der Schilddrüse bestimmen, zum anderen können wir verschiedene krankhafte Veränderungen (Zysten, Knoten etc.) diagnostizieren und in ihrem Verlauf kontrollieren.
Duplex-Sonographie
Mit der speziellen hochauflösenden Darstellung von Organstrukturen einschließlich ihrer zuführenden und abführenden Blutgefäße (Arterien, Venen) können wir chronische Erkrankungen der Bauchorgane (speziell Leber und Darm) erfassen.
Sehr gut geeignet ist die Duplex-Sonographie zur Beurteilung von Veränderungen der Hauptschlagadern (insbesondere Aorta, A. carotis u.a.).
Kontrastmittelsonographie
Die Kontrastmittel (KM)-Sonographie dient vor allem der Diagnostik der Leber. Sie ist gleichzeitig ein Hilfsmittel für gezielte Gewebsprobenentnahmen (Punktionen) sowie für therapeutische Eingriffe (z.B. Drainage gestauter Gallenwege).
Punktion von Organen unter sonographischer Führung
Mit Hilfe der Sonographie, insbesondere der Duplexsonographie, können durch Einbringen einer Nadel gezielt Gewebeproben aus Organen (z.B. Leber) bzw. Tumoren in Organen entnommen werden. Ferner lassen sich Biopsien aus Lymphknoten und Aspirationen von Flüssigkeiten (Ascites, Pleuraerguß) zur Diagnostik gewinnen.
Therapeutische interventionelle Sonographie
Unter sonographischer Führung können z.B. Tumore oder Metastasen von Tumoren (z.B. in der Leber) punktiert werden, mit gezielter Injektion von Medikamenten zur Lokaltherapie der Krebserkrankung.





