Kontakt

Leitende Ärztin
Dr. med. Katja Fischer
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
| Telefon | 0201 8408-1280 |
| Telefax | 0201 8408-1281 |
gyn-sek[at]kliniken-essen-sued.de

Die Geburt

Hebammengeleiteter Kreißsaal
Die Geburt Ihres Kindes ist ein ganz natürlicher Vorgang. Diesen natürlichen Geburtsprozess möchten wir nicht durch unnötige medizinische Routinemaßnahmen stören. Gemeinsam mit einer erfahrenen Hebamme an Ihrer Seite werden Sie bei uns Ihr Kind selbstbestimmt und sicher zur Welt bringen.
Jegliche medizinische Sicherheit halten wir in unserem hebammengeleiteten Kreißsaal selbstverständlich für Sie vor: Bei Komplikationen und Abweichungen vom normalen Geburtsverlauf wird natürlich jederzeit ein Arzt hinzugezogen werden. Fühlen Sie sich also bei uns in jeder Hinsicht sicher und geborgen, und genießen Sie die angenehme und wohnliche Atmosphäre.
Sie können in einem warmen Bad entspannen, bei schönem Wetter im Garten spazieren gehen oder im Kreißsaal Ihre mitgebrachte Musik hören. Natürlich entscheiden Sie selbst, welche Gebärposition Sie einnehmen möchten und wer aus Ihrer Familie oder Ihren Bekanntenkreis Sie bei der Geburt Ihres Kindes unterstützen soll.
Natürliche Geburt
Natürliche Geburt

Wir verfolgen das Konzept einer familienorientierten, natürlichen Geburtshilfe. Darunter verstehen wir, dass neben den heute selbstverständlichen modernen medizinischen Überwachungsverfahren auch die atmosphärischen und menschlichen Belange besondere Berücksichtigung finden. Wir bieten Ihnen eine wohnliche und behagliche Kreißsaalatmosphäre, die wesentlich zur Entspannung unter der Geburt beiträgt. Wir begrüßen es, wenn Bezugspersonen wie Partner, Mutter, Schwester oder Freundin der werdenden Mutter unterstützend zur Seite stehen.
Die natürliche Geburt beinhaltet auch den Verzicht auf medizinische Routinemaßnahmen wie Rasur der Schamhaare, die Durchführung eines Einlaufs und das Anlegen einer Infusionskanüle. Ferner vermeiden wir unnötige Untersuchungen bzw. die Dauer-CTG-Überwachung, sofern sie nicht im Einzelfall aus medizinischen Gründen notwendig ist. Eine routinemäßige Anwendung von Dammschnitten vermeiden wir natürlich auch.
Natürliche Geburtshilfe bedeutet für uns auch, dass wir die Eltern-Kindung-Bindung, das sogenannte „bonding“, vom ersten Moment an fördern und unterstützen. Direkt nach der Geburt kann die Mutter das Neugeborene zu sich auf den Bauch nehmen, wo es mit warmen Tüchern bedeckt wird. In dieser Lage hört Ihr Kind den ihm vertrauten mütterlichen Herzschlag und kann durch Geruchs- und Tastsinn den ersten Kontakt mit Ihnen aufnehmen. So wollen wir Ihrem Kind möglichst viel von dem geben, was es während der Schwangerschaft als vertraute Umgebung erlebt hat, und ihm somit den Übergang ins Leben erleichtern. Die Nabelschnur wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, erst nach dem Auspulsieren vom Vater durchtrennt. In dieser Situation lassen wir Sie als junge Familie zunächst eine Weile im Kreißsaal allein, damit Sie gemeinsam das Erlebnis der Geburt feiern können.
Unser Hebammenteam
Unser Hebammenteam
Gemeinsam mit einer erfahrenen Hebamme an Ihrer Seite werden Sie bei uns Ihr Kind selbstbestimmt und sicher zur Welt bringen. Die Hebammen unseres Teams haben schon während Ihrer Schwangerschaft Zeit und Ruhe für Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und sind auch nach der Geburt wichtige Ansprechpartnerinnen für Sie.

Unsere Beleghebammen
Beleghebammen sind, anders als das Hebammenteam in der Klinik, freiberuflich tätige Hebammen, die nicht von der Klinik angestellt sind. Ihre freie Hebamme begleitet Sie zur Geburt, übernimmt einen Teil der Schwangerenvorsorge und betreut Sie in der Nachsorge während des Wochenbettes. Unsere Beleghebammen verstehen ihre Aufgaben im Bereich der Schwangerenvorsorge als ergänzende Tätigkeit zu den regelmäßigen Untersuchungen bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.
Unsere Beleghebammen sind:
Jennifer Bronsema | Antje Krüger |
Mona Eckardt | Claudia Kummert |
| Dorothee Hammer Telefon 0201 409811 | Sonja Rader |
Verena v. Doetinchem | Dorothea Jäkel |
Christina Albrecht Weitere Infos zu unseren Beleghebammen im Hebammenzentrum Essen und in der HebammenPraxis Saarn in Mülheim. |
Bitte beachten Sie!
Wenn Sie von einer anderen Hebamme betreut werden möchten, so bitten wir Sie um eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit uns.
Eine Liste aller in Essen tätigen Hebammen erhalten Sie bei uns im Kreißsaal.
Alle Leistungen, die Vorsorge, Geburt und Nachsorge betreffen, werden entweder direkt mit den Krankenkassen abgerechnet oder – bei Privatpatientinnen – nach der Hebammengebührenverordnung für Privatversicherte in Rechnung gestellt.
Da eine Beleghebamme für Sie Tag und Nacht erreichbar ist, wird hierfür eine Bereitschaftspauschale erhoben, die nicht in allen Fällen von den Krankenversicherungen erstattet wird.
Entbindungsmethoden
Entbindungsmethoden
Unsere Geburtsklinik verfügt über modern ausgestattete Kreißsäle, in denen eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Verfügung steht, die Ihnen die Geburt erleichtern können. Je nach Ihren Bedürnissen können Sie Ihr Kind auf dem Entbindungsbett, am Seil im Stehen oder Hocken, an der Sprossenwand, auf dem Pezziball, auf dem Gebärstuhl, auf dem Maja-Hocker oder in der Geburtswanne zur Welt bringen und wie Sie es wünschen jederzeit zwischen den einzelnen Gebärpositionen wechseln. Die Wassergeburt, die mittlerweile eine große Akzeptanz gefunden hat, wurde bei uns als erste Klinik in Essen überhaupt bereits Mitte der 90er-Jahre eingeführt. Alle Gebärpositionen bieten wir vorrangig in Verbindung mit Homöopathie und Akupunktur an.
Sanfte Sectio
Aus Überzeugung verfolgen wir das Konzept der natürlichen Geburtshilfe. Trotzdem kann ein Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen notwendig sein. Wir arbeiten mit einer OP-Methode, die nach ihrem israelischen Erfinder benannt ist. Bei der „Misgav-Ladach-Sectio“ (sanfte Sectio) werden anders als bei der herkömmlichen Technik Teile der Bauchschichten nicht scharf mit dem Skalpell und der Schere, sondern stumpf mit den Händen gespreizt und eröffnet. Nach der Entwicklung des Kindes und Entfernung der Plazenta werden dann die einzelnen Schichten der Bauchdecken mittels Naht verschlossen. Die Vorteile: Es geht alles schneller, es gibt weniger Blutungen – deshalb kann auf das bisher übliche Legen von Drainagen verzichtet werden – und vor allem ist die Patientin schneller schmerzfrei.
Bei der Originalmethode allerdings liegt der Bauchschnitt viel höher als bei der sonst üblichen Schnittführung, und auch die Nahttechnik des Hautverschlusses führt zu unschönen Narben. Aus diesem Grunde weichen wir in diesem Punkt von der Originalmethode ab und wenden wie bisher den tiefer liegenden Hautschnitt (Bikinischnitt) mit intracutaner Nahttechnik an, die zu ansprechenderen kosmetischen Ergebnissen führt.
In 85 bis 90 Prozent der Fälle führen wir den Kaiserschnitt in Spinal-Anästhesie durch, es sei denn eine D-PDA liegt bereits. Selbstverständlich kann jede Patientin selbst bestimmen, ob sie spinal eine rückenmarknahe Betäubung bevorzugt oder doch eine Vollnarkose wünscht. Bei der PDA-Sectio darf der Partner im OP anwesend sein.
Geburtserleichterung
Geburtserleichterung
Die Wehen während des Geburtsverlaufes können durchaus schmerzhaft sein. Im Geburtsvorbereitungskurs lernen Sie Entspannungstechniken kennen, die die Schmerzen lindern können. Zur Erleichterung bieten wir Ihnen im Kreißsaal Homöopathie, Akupunktur und Aromatherapie an und haben mit diesen natürlichen Verfahren in Verbindung mit Ihrer freien Wahl der Gebärposition sehr gute Erfahrungen gemacht.
Trotzdem kann es sein, dass Sie ein krampflösendes Mittel, eine Schmerzinfusionen oder eine Periduralanästhesie (PDA) wünschen oder dass diese aus ärztlicher Sicht angezeigt ist. Bitte scheuen Sie sich nicht, auch diesen Wunsch im Kreißsaal zu äußern. Die PDA wird in Abstimmung mit dem Gynäkologen von einem der rund um die Uhr zur Verfügung stehenden Anästhesisten der Kliniken Essen Süd verabreicht. In Abstimmung der behandelnden Ärzte kann auch die PCA-Methode (Patienten kontrollierte Analgesie) eingesetzt werden. In diesem Fall können Sie selbst je nach Ihren Bedürfnissen per Knopfdruck entscheiden, wann sie eine Nachschubdosis des Betäubungsmittels wünschen („Walking PDA"). Zur Vermeidung einer Überdosierung halten wir entsprechende Schutzvorrichtungen vor.
Ambulant oder stationär
Ambulant oder stationär

Bei uns in den Kliniken Essen Süd können Sie – sind alle medizinischen Voraussetzungen gegeben – nach eigenem Wunsch ambulant oder stationär entbinden. Direkt nach der Geburt lassen wir Sie als junge Familie zunächst eine Weile im Kreißsaal alleine, damit Sie gemeinsam das Erlebnis der Geburt feiern können. Noch im Kreißsaal wird das Kind von Ihnen zum ersten Mal mit Hilfestellung zum Stillen angelegt (falls gewünscht). Medizinisch notwendige Maßnahmen, wie z.B. Nähen einer Geburtsverletzung, werden zeitlich abgestimmt.
Wer sich zu einer ambulanten Geburt angemeldet hat, verlässt in der Regel schon nach wenigen Stunden die Klinik.
Bitte beachten Sie!
Wir möchten Sie auf keinen Fall entmutigen, kurz nach der Geburt nach Hause zu gehen. Über einige der damit verbundenen Besonderheiten und Risiken möchten wir Sie an dieser Stelle trotzdem informieren – bitte besprechen Sie sie mit Ihrem Partner vor der Geburt.
In jedem Fall übernehmen Sie mehr Verantwortung, wenn Sie das Wochenbett in häuslicher Atmosphäre verbringen. Falls Sie zum ersten Mal Eltern werden, sollten Sie unbedingt an einem Säuglingspflegekurs (Elternschule) teilgenommen haben. Eine ambulante Geburt sollte nur nach einer komplikationslosen Entbindung erfolgen. Auf die Frühentlassung müssen Sie sich selbstverständlich gut vorbereitet haben. Sie sollten außerdem eine nachsorgende Hebamme zur Betreuung haben.
In manchen Fällen raten wir aus medizinischen Gründen von einer ambulanten Entbindung ab. U.a. bei Fieber während der Geburt, einer Zangen- oder Saugglockenentbindung, stärkerem Blutverlust, einem niedrigen oder erhöhten Geburtsgewicht, einer Entbindung vor der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche, bei Gestose oder einer Entbindung mit PDA wird eine 24-Stunden-Überwachung angeraten. Ihre Hebamme und die Gynäkologin bzw. der Gynäkologe sind im Kreißsaal Ihre Ansprechpartner.