Kontakt

Leitender Arzt
Prof. Dr. med. Peter Reimer
| Telefon | 0201 4089-2231 |
| Telefax | 0201 4089-2297 |
Stammzelltransplantation

Allogene und autologe Transplantation
Auf der KMT-Station mit sechs Betten werden autologe und allogene Blutstammzelltransplantationen schwerpunktmäßig bei bösartigen hämatologischen Systemerkrankungen durchgeführt.
Unter Blutstammzelltransplantation versteht man die Übertragung von hämatopoietischer Blutstammzellen von einem Spender auf einen Empfänger. Dabei kann es sich bei Spender und Empfänger um dieselbe Person (autologe Transplantation) oder um zwei verschiedene Personen (allogene Transplantation) handeln. Handelt es sich um eine allogene Transplantation, kann der Spender entweder aus der Familie stammen oder ein Fremdspender mit passenden Oberflächenmerkmalen (HLA-Antigenen) sein. Alle diese Stammzellverfahren werden in unserer Klinik durchgeführt.
Unsere medizinischen Standards
Die komplexe Behandlung erfolgt nach anerkannten Behandlungsmethoden, z.T. im Rahmen nationaler und internationaler Studien.
Unsere Klinik ist Mitglied folgender Transplantationsgesellschaften:
- DAG-KBT: Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark und Stammzelltransplantation
- EBMT: The European Group for Blood & Marrow Transplantation
Wir sind für die autologe und allogene Stammzelltransplantation durch die DAG-KBT zertifiziert. Eine Zertifizierung durch die JACIE (The Joint Accreditation Committee-ISCT & EBMT) ist beantragt.
Stammzellgewinnung und Stammzellverarbeitung

Die hämatopoietischen Stammzellen finden sich überwiegend im Knochenmark und ermöglichen eine lebenslange Neubildung und Differenzierung reifer funktionsfähiger Blutzellen.
Stammzellen können entweder aus dem Knochenmark (Knochenmark-Transplantation) oder – wie in den letzten Jahren fast ausschließlich – nach vorheriger Stimulation aus dem Blut (periphere Blutstammzelltransplantation) gewonnen werden.
Neben der Transplantation erfolgt auch die Stammzellgewinnung (Stammzellapherese) in unserer Klinik. Sie kann daher an allen Tagen der Woche einschließlich der Sonn- und Feiertage stattfinden. Die lückenlose Betreuung und Überwachung sowohl des Spenders als auch der maschinellen Ausstattung während des gesamten Verfahrens ist eine Selbstverständlichkeit. Sie ist durch eine erfahrene MTA und dem zuständigen Arzt gewährleistet.
Nach der Stammzellentnahme werden die Stammzellen in speziellen Reinräumen verarbeitet. Hierbei handelt es sich um Räume, die bakterien- und partikelfrei sind. Nach Aufarbeitung werden die Stammzellen computergesteuert eingefroren und in Stickstoff bei -160°C gelagert.
KMT-Station

Die Transplantationseinheit für autologe/allogene Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation verfügt über vier Zimmer (Einzel-/Doppelzimmer), die mit Toilette und Dusche, Fernseher und Telefon ausgestattet sind.
Um eine weitgehende Keimarmut zu gewährleisten, werden die Zimmer mit speziell gefilterter Luft versorgt. Rund um die Uhr sind Pflegekräfte und Ärzte für Ihre persönliche Betreuung zuständig.