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Leitender Arzt
Dr. med. Bernd Koslowski
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b.koslowski[at]kliniken-essen-sued.de
Nicht-invasive kardio-pulmonologische Diagnostik

Auf dem Gebiet der nicht-invasiven kardio-pulmonalen Funktionsdiagnostik (die Herz und Lunge betrifft) führen wir folgende Untersuchungen ohne invasiven Eingriff durch:
Elektrokardiographische Diagnostik und Blutdruckdiagnostik
Das Elektrokardiogramm (EKG) lässt sich mit Herzspannungskurve übersetzen – es ist die Registrierung der Summe aller elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern und ermöglicht vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens.
Ruhe-EKG
Das Ruhe-EKG wird normalerweise im Liegen angefertigt und dauert nur einige Sekunden. Als kardiologische Basisuntersuchung erfasst es den Grundrhythmus und kann bereits entscheidende Hinweise auf bestehende Herzerkrankungen geben. Beim akuten Herzinfarkt ist es die erste diagnostische Maßnahme.
Langzeit-EKG mit Herzfrequenzvariabilitätsanalyse
Aufzeichnung des EKG über mindestens 24 Stunden durch ein digitales Aufzeichnungsgerät mit der Möglichkeit der Analyse von Herzrhythmusstörungen (Extraschläge, Pausen etc.) bei Herzstolpern, Kollaps, Überwachung des Therapieerfolges bei z.B. medikamentöser Einstellung von Herzrhythmusstörungen und nach invasiver Therapie von Arrhythmien (Ablation), hier auch über bis zu sieben Tagen.
Telemetrie
Herzrhythmusüberwachung durch Sender bei mobilen Patienten auf der Normalstation mit gleichzeitiger Übertragung auf die Intensivstation; auch eine Alarmierung ist möglich.
Belastungs-EKG
Kontinuierliche Aufzeichnung des Elektrokardiogramms und des Blutdrucks unter definierter Belastung entweder auf dem Fahrrad oder dem Laufband. Damit stellen wir Ihre allgemeine Belastungsfähigkeit fest und erkennen Zeichen einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels.
Hochverstärktes signalgemitteltes EKG mit Spätpotenzialanalyse
EKG-Aufzeichnung über z.B. 200 Herzschläge mit computergestützter Analyse des Stromkurvenverlaufs. Damit können wir das Risiko für bedrohliche (schnelle) Herzrhythmusstörungen der Herzkammer abschätzen.
24-Stunden-Blutdruckmessung
Messung des arteriellen Blutdrucks in bestimmten Zeitabständen (20 bis 30 Minuten) über 24 Stunden. Damit registrieren wir Ihr Blutdruckprofil am Tage und in der Nacht.
Herzschrittmacherkontrolle und -programmierung
Kontrolle des Batterieladezustandes, der programmierten Parameter des Schrittmachersystems, eventuell auch registrierter Ereignisse (Rhythmusstörungen) je nach eingebautem System. Optimierung der Einstellung zur Batterieschonung und Funktion, vor allem bei modernen Systemen mit der Möglichkeit der Frequenzanpassung unter Belastung. Die Kontrolle und Programmierung erfolgt jeweils durch Auflage eines Senders/Empfängers auf den Schrittmacher.
Defibrillatorkontrolle und -programmierung
Eine Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern oder ventrikuläre Tachykardien beenden kann. Diese implantierten Geräte können genauso wie die Herzschrittmacher durch Auflage eines Senders/Empfängers kontrolliert und programmiert werden.
Kipp-Tisch-Untersuchung
Nach Einhaltung einer Ruhephase auf dem Kipp-Tisch, richten wir den Tisch in eine 60-Grad-Position auf. Mindestens 30 Minuten lang messen wir dann kontinuierlich Blutdruck und EKG zur Diagnostik von unklaren Bewusstseinsverlusten und Kollapszuständen, die sonst nicht erklärt sind.
Echokardiographie

- Farb-Doppler-Echokardiographie
- Kontrastechokardiographie
- Transösophagiale Echokardiographie
- Stress-Echokardiographie
Die Echokardiographie ist die wichtigste nicht-invasive Untersuchungsmethode in der Kardiologie. Als Ultraschallmethode ist sie jederzeit problemlos wiederholbar. Sie erlaubt Aussagen über die Gesamtfunktion (Auswurfleistung, Größenverhältnisse), Wandbewegungsstörungen (z.B. Narben nach Infarkt), Klappenfunktion (Herzklappenfehler, Kunstklappen) und den Nachweis eines Ergusses im Herzbeutel.
Durch Doppler- und Farb-Doppler-Technik werden die Strömungen im Herzen sicht- und hörbar gemacht. Die Anwendung von Ultraschallkontrastmitteln erlaubt bei bestimmten Fragestellungen eine verbesserte Bilddarstellung. In manchen Fällen müssen wir die Ultraschallsonde in die Speiseröhre/den Magen einführen. Das ermöglicht eine bessere Darstellung, denn so können wir das Herz direkt ohne viel Zwischenraum betrachten (z.B. zum Nachweis von Blutgerinnseln bei Vorhofflimmern, Auflagerung auf den Herzklappen). Um die Funktion des Herzens unter Belastung zu testen, kann es sein, dass wir Ihnen eine Stress-Echokardiographie empfehlen. Die Belastung kann dabei prinzipiell körperlich (Fahrrad) oder medikamentös (Pulsbeschleunigung und verstärkte Kontraktion) erfolgen.
Sonographie der Gefäße
- Duplex-Sonographie
- Doppler-Sonographie
Ultraschallverfahren zur Gefäß- und Durchblutungsdiagnostik, wobei entweder nur die Strömungsprofile und der Druck akustisch und graphisch aufgezeichnet werden (Doppler) oder gleichzeitig die Beschaffenheit des Gefäßes (Durchmesser, Wandablagerungen, Kalk) sichtbar gemacht werden (Duplex).
Spiroergometrie
Belastungsuntersuchung auf dem Fahrrad oder Laufband, wobei zusätzlich zu den Messungen des Belastungs-EKG über eine Maske Messungen von Atmung, Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe erfolgen. Dadurch können wir Aussagen über die funktionelle Belastbarkeit des Gesamtkreislaufsystems machen und z.B. über die Belastungsschwelle (anaerobe Schwelle), nach der eine anhaltende Belastung nicht mehr möglich ist. Die Untersuchung ist auch sehr gut zur Therapiekontrolle bei Herzinsuffizienz geeignet.
Auch wird während dieser Belastungsuntersuchung der Laktatwert im Blut (Entnahme aus dem Ohrläppchen) bestimmt, wodurch Aussagen über Fitness und Trainingszustand, sowie im Rahmen z.B. sportärztlicher Untersuchungen Trainingsanweisungen gegeben werden können.
Lungenfunktionsdiagnostik
Spirometrie
Bodyplethysmographie mit/ohne Broncholyse
Diffusionskapazität
Komplette Lungenfunktionsdiagnostik mit Messung der Lungenvolumen in Ein- und Ausatmung, der Geschwindigkeit der Ausatmung, der Atemwegswiderstände, einer Überblähung und der Möglichkeit, Sauerstoff über die Lungenbläschen aufzunehmen (Diffusion). Die Untersuchung kann auch nach Gabe von bestimmten Medikamenten, die die Atemwegswiderstände beeinflussen, durchgeführt werden. So können wir eine Aussage über den möglichen Erfolg einer Therapie von z.B. chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) oder Asthma machen.