Elektrokardiographische Diagnostik und Blutdruckdiagnostik

Das Elektrokardiogramm (EKG) lässt sich mit Herzspannungskurve übersetzen – es ist die Registrierung der Summe aller elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern und ermöglicht vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens.

Ruhe-EKG

Das Ruhe-EKG wird normalerweise im Liegen angefertigt und dauert nur einige Sekunden. Als kardiologische Basisuntersuchung erfasst es den Grundrhythmus und kann bereits entscheidende Hinweise auf bestehende Herzerkrankungen geben. Beim akuten Herzinfarkt ist es die erste diagnostische Maßnahme.&nb

Langzeit-EKG mit Herzfrequenzvariabilitätsanalyse

Aufzeichnung des EKG über mindestens 24 Stunden durch ein digitales Aufzeichnungsgerät mit der Möglichkeit der Analyse von Herzrhythmusstörungen (Extraschläge, Pausen etc.)  bei Herzstolpern, Kollaps, Überwachung des Therapieerfolges bei z.B. medikamentöser Einstellung von Herzrhythmusstörungen und nach invasiver Therapie von Arrhythmien (Ablation), hier auch über bis zu 7 Tagen.

Telemetrie

Herzrhythmusüberwachung durch Sender bei mobilen Patienten auf der Normalstation mit gleichzeitiger Übertragung auf die Intensivstation; auch eine Alarmierung ist möglich.


Belastungs-EKG

Kontinuierliche Aufzeichnung des Elektrokardiogramms und des Blutdrucks unter definierter Belastung entweder auf dem Fahrrad oder dem Laufband. Damit stellen wir Ihre allgemeine Belastungsfähigkeit fest und erkennen Zeichen einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels.


Hochverstärktes signalgemitteltes EKG mit Spätpotenzialanalyse

EKG-Aufzeichnung über z.B. 200 Herzschläge mit computergestützter Analyse des Stromkurvenverlaufs. Damit können wir das Risiko für bedrohliche (schnelle) Herzrhythmusstörungen der Herzkammer abschätzen.


24-Stunden-Blutdruckmessung

Messung des arteriellen Blutdrucks in bestimmten Zeitabständen (20 bis 30 Minuten) über 24 Stunden. Damit registrieren wir Ihr Blutdruckprofil am Tage und in der Nacht.


Herzschrittmacherkontrolle und -programmierung

Kontrolle des Batterieladezustandes, der programmierten Parameter des Schrittmachersystems, eventuell auch registrierter Ereignisse (Rhythmusstörungen) je nach eingebautem System. Optimierung der Einstellung zur Batterieschonung und Funktion, vor allem bei modernen Systemen mit der Möglichkeit der Frequenzanpassung unter Belastung. Die Kontrolle und Programmierung erfolgt jeweils durch Auflage eines Senders/Empfängers auf den Schrittmacher.


Defibrillatorkontrolle und -programmierung

Eine Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern oder ventrikuläre Tachykardien beenden kann.
Diese implantierten Geräte können genauso wie die Herzschrittmacher durch Auflage eines Senders/Empfängers kontrolliert und programmiert werden.

Kipp-Tisch-Untersuchung

Nach Einhaltung einer Ruhephase auf dem Kipp-Tisch, richten wir den Tisch in eine 60-Grad-Position auf. Mindestens 30 Minuten lang messen wir dann kontinuierlich IBlutdruck und EKG zur Diagnostik von unklaren Bewusstseinsverlusten und Kollapszuständen, die sonst nicht erklärt sind.