Längerfristige Therapie

Therapie über mehrere Monate
Aufnahmen zur längerfristigen therapeutischen Behandlung sowohl für die Station als auch für die Tagesklinik erfolgen in der Regel nach einem ambulanten Vorgespräch. In einer solchen „Vorschaltambulanz“ versuchen wir, die Therapieziele der Familie zu verstehen und unsere Behandlungsangebote zu erläutern. Hierdurch beginnt die Zusammenarbeit zwischen Kind, Eltern und uns als Behandlungsanbietern bereits vor der eigentlichen Aufnahme in unserer Klinik. Natürlich dient die „Vorschaltambulanz“ auch der Klärung, ob eine (teil-)stationäre Behandlung überhaupt notwendig und erfolgversprechend ist. Erwartungen und Angebote können somit möglichst optimal aufeinander abgestimmt werden, um die Voraussetzungen für möglichst gute Behandlungserfolge herzustellen.
Abhängig von Störungsbild und Therapieverlauf dauert eine längerfristige Therapie meist mehrere Monate. Neben den vielfältigen, an den einzelnen Patienten gerichteten Angeboten, die einen Heilungsprozess störungsspezifisch auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen können, werden von Anfang an die Bezugspersonen und das weitere Lebensumfeld in die Behandlung mit einbezogen. Dies geschieht in regelmäßigen Elterngesprächen sowie zum Beispiel in einer engen Kooperation mit der Schule des Patienten. Mit einer grundsätzlich systemorientierten Sicht betrachten wir die Kinder und Jugendlichen, die bei uns behandelt werden, nicht für sich allein, sondern eingebettet in ihre Familien und ihr umgebendes soziales Bezugssystem. Diese Sicht auf die Schwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen ermöglicht eine effektivere und Ressourcen aktivierende Behandlung und länger anhaltende Erfolge der Therapie. Mit dieser Haltung können wir die Ressourcen der Familien nutzen und unnötige Umwege auf dem Weg zum Behandlungsziel vermeiden.