Keine mangelhaften Brust-Implantate an den Kliniken Essen Süd
Beratung für betroffene Frauen
Unsere Patientinnen können beruhigt sein, da wir an den Kliniken Essen Süd keine Brustimplantate der Firma Rofil und/oder PIP verwendet haben.
Viele andere Frauen sind aber betroffen und sehr besorgt, einige von ihnen haben bereits unsere Sprechstunden in der Klinik für Gynäkologie besucht. Selbstverständlich beraten wir auch Frauen, denen anderswo die entsprechenden Brustimplantate eingesetzt worden sind. Nach einer sorgfältigen Untersuchung finden wir für sie die sicherste Lösung – bis hin zur Entfernung der Silikon-Kissen bei uns im Hause.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit uns:
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Leitende Ärztin: Dr. Katja Fischer
Tel.: 0201 8408-1280
Fax: 0201 8408-1281
E-Mail: k.fischer[at]kliniken-essen-sued.de
Hier haben wir für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten aus unserer Sprechstunde zusammen gestellt:
Woher weiß ich, ob mein Implantat von Rofil oder PIP stammt?
In der Regel erhält jede Patientin einen Implantat-Pass. Darin stehen Hersteller und Seriennummer des Implantats. Ist der Pass abhanden gekommen, schafft ein Blick in den OP-Berichte oder in die Patientenakte Gewissheit. 30 Jahre lang müssen diese Akten aufbewahrt werden.
Ich habe mir aus kosmetischen Gründen Implantate einsetzen lassen – der Firma PIP. Zahlt meine gesetzliche Krankenkasse die Entfernung? Und die neuen Implantate?
Das ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich. Manche bezahlen die Entfernung komplett, andere nur zum Teil; manche machen die Kostenübernahme von einer medizinischen Indikation abhängig, andere nicht. Bitte fragen Sie Ihre Krankenkasse!
Mein PIP-Implantat ist rissig. Kriege ich jetzt Krebs?
Wissenschaftlich ist es keinesfalls erwiesen, dass Industriesilikon Krebs hervorruft. Es wird aber befürchtet. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir aber bei Implantatdefekten immer die Entfernung bzw. den Austausch der Implantate, da das Immunsystem mit Silikon reagiert und rheumatoide Beschwerden verursachen kann.
Ich habe PIP-Implantate, keine Beschwerden, muss ich mir trotzdem Sorgen machen?
Das Silikongel der PIP-Implantate ist für den Einsatz in der Industrie produziert worden – es unterliegt somit nicht den gleichen Auflagen wie ein Medizinprodukt. Für die PIP-Implantate wurde zudem nachgewiesen, dass sie auch ohne Risse das Silikon ausschwitzen können. Dies kann im gesamten Körper Entzündungen auslösen, die Beschwerden bereiten können. Gleichsam wird befürchtet, dass dies das Krebsrisiko erhöht. Wissenschaftlich bewiesen ist es jedoch nicht. Als Vorsichtsmaßnahme hat sich das Gesundheitsamt nun entschieden, die Entfernung der Implantate zu empfehlen.
Ich möchte mir die Implantate entfernen lassen, will aber – nach diesem Skandal – auf neue verzichten. Geht das?
Ja, das geht. Nach Entfernung der Implantate kann der Chirurg das überschüssige Gewebe straffen und möglicherweise dadurch der Brust eine neue schöne Form verleihen, wenn auch mit weniger Volumen.
Ich habe kein PIP- oder Rofil-Implantat. Aber trotzdem Angst.
Ein Implantat ist ein Fremdkörper im Organismus, schon allein deshalb kann es immer zu Reaktionen kommen – beispielsweise zu Entzündungen oder Abkapselung. Auch hochwertige Implantate können durchaus irgendwann reißen, wenn auch viel seltener. Deshalb sollten Implantate jährlich per Ultraschall untersucht werden.
Müssen Implantate – wie auch künstliche Hüftgelenke – irgendwann ausgetauscht werden?
Anders als früher, als ein Austausch nach zehn Jahren empfohlen wurde, muss ein Implantat, das keine Beschweren verursacht, heutzutage nicht mehr ausgetauscht werden. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig. Außerdem sollten Patientinnen unverzüglich ihren Gynäkologen aufsuchen, wenn sie Veränderungen bemerken.