Zehn Jahre Zentrum für Klinische Radiologie

05.07.2010 12:45

Immer schneller, präziser und gleichzeitig schonender für den Patienten

Das Zentrum für Klinische Radiologie der Kliniken Essen Süd feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. „Dieses Jahrzehnt steht ohne Zweifel für wesentliche wegweisende technische Innovationen in der Radiologie“, betont Prof. Dr. Ralf-Dietrich Müller, Leitender Arzt des Zentrums. „Ich bin stolz darauf und freue mich, dass wir in den Kliniken Essen Süd in dieser entscheidenden Zeit konsequent in die hochmoderne Technik investiert haben.“ Hochleistungsfähige Rechner mit moderner Software liefern heute in kürzester Zeit dreidimensionale Bilder mit hoher räumlicher Auflösung; ganze Organsysteme können in Bewegung dargestellt werden und eine virtuelle Reise durch den Körper ist möglich. Das Zentrum für Klinische Radiologie der Kliniken Essen Süd steht heute für beispielhafte diagnostische Sicherheit.

Nachdem Prof. Dr. Müller am 1. April 2000 die Abteilung für Radiologie mit der qualifizierten Röntgendiagnostik von Dr. Jürgen Seifert übernommen hatte, beschritten die Kliniken Essen Süd sehr schnell neue Wege: Bereits am 6. November 2001 nahm die neue MRT (Magnetresonanztomographie)-Abteilung ihren klinischen Betrieb auf. Die Einrichtung dieser neuen Abteilung in der alten Wäscherei des Katholischen Krankenhauses St. Josef war eine der aufwendigsten und größten Baumaßnahmen in der Geschichte der Kliniken Essen Süd.

Das zweite Großprojekt war die schrittweise Digitalisierung des klassischen Röntgenbetriebes – das hieß: Abschied nehmen von der zeit- und arbeitsaufwändigen Filmentwicklung in Dunkelkammern. Heute ist die digitale Speicherfolienradiographie längst eine Selbstverständlichkeit.

Die unter Dr. Jürgen Seifert etablierte Mamma-Diagnostik hat Prof. Dr. Müller konsequent weiter ausgebaut. Gegen viele Zweifel und Widerstände hat er mit seinem Team als einer der ersten die digitale Speicherfolienmammographie und mit ihr neben der ärztlichen auch die computerassistierte Zweitbefundung CAD etabliert. „Heute ist die Qualität der Mammadiagnostik transparenter denn je“, sagt Prof. Dr. Müller. Eine spezielle Weiterbildung zur Fach-MTRA für Mammadiagnostik garantiert nicht nur den Erwerb spezieller Kenntnisse in der Einstelltechnik, sondern auch den Erwerb psychologischer Kenntnisse, die der Gestaltung der Untersuchungsabläufe zugute kommen. Jährliche Zertifizierungen stellen eine optimale Bildqualität mit jeweils niedrigst möglicher Strahlendosis sicher. Das gesamte Management der Mammadiagnostik ist in den Leitlinien des Uni-Brustzentrums Essen definiert und unterliegt regelmäßigen Zertifizierungen nach DIN ISO. Das Uni-Brustzentrum Essen wurde im Herbst 2002 etabliert. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehören die Klinik für Gynäkologie und das Zentrum für Klinische Radiologie der Kliniken Essen Süd gemeinsam mit der Universitäts-Frauenklinik und den Kliniken Essen Nord-West. Inzwischen ist das Brustzentrum um weitere Standorte erweitert worden.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein: In der Computertomographie wurde im Zentrum für Klinische Radiologie Ende 2006 ein 40-Kanalscanner mit höchster Kontrast- und Detailauflösung, ein sogenannter Multislice-CT, installiert. Er ermöglicht neben klassischer Basisdiagnostik auch Spezialuntersuchungen wie Kardio-CT und virtuelle Koloskopie in hervorragender Qualität. Kurze Untersuchungszeiten und reduzierte Kontrastmittelmengen gewähren ein Höchstmaß an Patientenkomfort und -sicherheit.

Seit September 2009 ist die Bilddatenkommunikation und Bilddatenarchivierung elektronisch gestützt.

Und was bringt die Zukunft, Herr Prof. Dr. Müller? „Wir möchten noch in 2010 vollständig filmlos werden und die Mammadiagnostik einschließlich moderner Interventionen sowie das MRT einem umfangreichen Upgrate unterziehen. Zusammen mit meinem Team freue ich mich, diese neuen Aufgaben anzugehen!“