Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin/zum Operationstechnischen Assistenten (OTA)

Drei Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) entwickelt – die Kliniken Essen Süd gehören dazu. Mit über 20 weiteren Kliniken haben sie sich zum OTA-Schulträger-Verband (unterstreichen und verlinken mit www.ota.de) zusammengeschlossen. Dieser berät andere Krankenhäuser bei der Einrichtung des Ausbildungsganges und entwickelt einheitliche Qualitätsstandards.

Ausbildungsdauer: drei Jahre

Ausbildungsziel:

Arbeit im Operationssaal ist Teamarbeit. Ärzte, Anästhesieschwestern und Anästhesiepfleger, OP-Schwestern und OP-Pfleger sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Die OTA-Ausbildung qualifiziert ihre Absolventen direkt für die Mitarbeit in diesem Operationsteam. Sie bündelt das hierfür notwendige organisatorische, technische und pflegerische Fachwissen. Die Ausbildung ist nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) anerkannt.

Ausbildungsbeginn: Herbst eines jeden Jahres

Ausbildungsvergütung (z. Zt.):

1. Jahr: ca. 810 Euro
2. Jahr: ca. 870 Euro
3. Jahr: ca. 970 Euro

Stand: März 2010

Zulassungsvoraussetzungen:
  • Fachoberschulreife oder gleichwertiger Schulabschluss
  • Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen, abgeschlossenen Berufsausbildung
  • Erlaubnis als Gesundheits- und Krankenpflegeassistent/in
  • vollendetes 18. Lebensjahr
  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung (Gesundheitszeugnis)
  • Vorlage eines amtlichen und tadellosen Führungszeugnisses
Bewerbungsunterlagen:
  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Passbild
  • Schulabschlusszeugnis
  • Evtl. Arbeitszeugnisse
Schwerpunkte der Ausbildung:
  • Selbstständige Organisation und Koordination der Arbeitsabläufe im Operationsbereich in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Berufsgruppen
  • Optimale und fachkundige Patientenbetreuung
  • Vor- und Nachbereitung der Operationen einschließlich der Instrumente und des Operationssaales
  • Unterstützung der operierenden Gruppe vor, während und nach der Operation („Springertätigkeit“)
  • Instrumentation in den operativen Fachdisziplinen
  • Umsetzung der Hygienerichtlinien und der aseptischen Arbeitsweisen
  • Wirtschaftlicher Umgang mit Sachmitteln
  • Sachkenntnis und Wartung von Instrumentarium und medizinischen Geräten
Ausbildungsprogramm:
Theoretischer und fachpraktischer Unterricht  

Mindestens 1.600 Stunden an Studientagen und Unterrichtsblöcken in der OTA-Schule.
      

Unterrichtsfächer:
  • Operationslehre
  • Hygiene und Mikrobiologie
  • Allgemeine und spezielle Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Orthopädie, HNO, Augenheilkunde, Neuchirurgie etc.
  • Anatomie und Physiologie
  • Allgemeine und spezielle Krankheitslehre
  • Grundlagen der Krankenpflege
  • Psychologie, Soziologie und Pädagogik
  • Arzneimittellehre
  • Anästhesie
  • Medizin
  • Geistes- und Sozialwissenschaften  
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Organisation und Dokumentation
  • Krankenhausbetriebslehre
  • Radiologie und Strahlenschutz
Praktische Ausbildung

Mindestens 3.000 Stunden in den Einsatzorten (unter Begleitung von vor Ort ansässigen Praxisanleitern, Mentoren und Lehrern der OTA-Schule).

Pflichteinsätze innerhalb der Operationsabteilungen
  • Allgemein- und Abdominalchirurgie
  • Traumatologie (Unfallchirurgie) und Orthopädie
  • Gynäkologie/Geburtshilfe und/oder Urologie
Pflichteinsätze außerhalb der Operationsabteilungen
  • Chirurgische Allgemeinstation (Pflegepraktikum)
  • Zentralsterilisation
  • Chirurgische Ambulanz
  • Endoskopieabteilung
Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in operativen Fachdisziplinen:
  • Gefäßchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Urologie und/oder Gynäkologie
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Plastische und Wiederherstellungschirurgie
  • Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie
  • Augenchirurgie
Abschlussprüfung:

schriftliche, mündliche und praktische Zwischen- und Examensprüfung

Über den erfolgreichen Abschluss entscheiden nicht nur die Prüfungen, sondern auch die Leistungen während der ganzen Ausbildungszeit. Wer diesen dreijährigen Ausbildungslehrgang erfolgreich absolviert hat, darf die Bezeichnung „Operationstechnische Assistentin/Operationstechnischer Assistent (DKG)“ führen.

Was kommt nach der Ausbildung?

Nach abgeschlossener Grundausbildung steht eine breite Vielfalt von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum Erwerb erweiterter Kompetenzen offen – zum Beispiel:

  • Spezialisierung in operativen Fachbereichen
  • Fachbereichsleitung (pflegerische OP-Leitung)
  • OP-Managerin/OP-Manager
  • Übernahme pädagogischer Aufgaben als Mentorin/Mentor
  • Fachlehrerin/Fachlehrer
  • Ausbildungsleitung an OTA-Schulen
  • etc.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbungen (jederzeit) an:

Pflegedirektion
Kliniken Essen Süd
Christof Haucke
c/o Pattbergstraße 1-3
45239 Essen